Tarifvertrag hotel und gaststättengewerbe bayern pdf

Mit der Umsetzung neuer Rechtsvorschriften über Tabak im Hotel- und Gaststättengewerbe im Jahr 2009 wurde ein Tarifvertrag zum Schutz der Arbeitnehmer vor Passivrauch geschlossen (siehe unten). Eine spezielle Analyse des repräsentativen Österreichischen Arbeitsklimaindex, der die subjektive Zufriedenheit mit dem Arbeitsleben (kontinuierlich seit 1997 in vierteljährlichen Abständen) für die Tourismusbranche misst, zeigt, dass nur 31% aller Beschäftigten in der Branche mit ihrer Arbeitszeit zufrieden sind (gegenüber 39% in den anderen Branchen, vgl. Biehl et al. 2011: 103). Darüber hinaus klagen die Beschäftigten der Branche über hohen Stress, begrenzte Aufstiegschancen und vergleichsweise niedrige Löhne (vgl. ebd.). Arbeitsbedingte Belastungen durch Zeitdruck gehören zu den größten Gefahren, die von der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) gemeldet werden. Ein wesentlicher Grund für Stress ist laut NGG die Unterbesetzung. Die Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe sind ebenfalls erheblichen ergonomischen Risiken ausgesetzt, die mit körperlichen Belastungen verbunden sind, die durch permanentes Stehen und Gehen und Arbeiten in heißen und kalten Umgebungen sowie der Exposition gegenüber Feuchtigkeit und Feuchtigkeit verursacht werden. Es gibt zwei Gewerkschaften, die im Hotel- und Gaststättengewerbe tätig sind: die Gewerkschaft der Angestellten und die Gewerkschaft der Angestellten, grafische Arbeiter und Journalisten (Gewerkschaft der Privatangestellten – Druck – Journalismus – Papier, GPA-djp).

Beide sind dem Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) angeschlossen. Die Gewerkschaft GPA-djp vertritt alle Angestellten der Privatwirtschaft und damit alle Angestellten im Hotel- und Gaststättengewerbe, während die Gewerkschaft vida im Allgemeinen alle Arbeiter in diesem Sektor vertritt. Vertreter beider Gewerkschaften erklärten jedoch, dass die GPA-djp zwar in der Praxis nur Angestellte in der Branche vertrete, die vida-Gewerkschaft sie aber gelegentlich auch vertrete; Es gibt also einige Vorkommnisse der doppelten Mitgliedschaft und des Wettbewerbs für Mitglieder in Bezug auf Angestellte. Der Anteil der Angestellten in diesem Sektor liegt bei etwa 20 %, d. h. die Mehrheit der Arbeitnehmer (80 %). sind Arbeiter. Die vida-Gewerkschaft vertritt etwa 9.300 Arbeitnehmer in diesem Sektor (von einem Mitgliederpotenzial von 150.000) und hat eine Domaindichte von 6,2%. Die GPA-djp vertritt rund 2.000 Mitglieder in der Branche (von einem Mitgliederpotenzial von etwa 22.000) und hat eine Domaindichte von etwa 8,9%. Insgesamt hat der Sektor etwa 11.300 Mitglieder und eine sektorale Dichterate von etwa 6,6%. Weitere Informationen zur Gewerkschaftszugehörigkeit nach Unternehmensgröße liegen nicht vor. Es gibt kein offizielles Forum für den sozialen Dialog, das sich mit Fragen des Hotel- und Gaststättengewerbes befasst.

Die Konsultation der Sozialpartner in Österreich beruht jedoch auf einer Praxis der dauerhaften, aber informellen Zusammenarbeit und nicht auf gesetzlichen Regelungen. Der dreiseitige Dialog ist umfangreich und behandelt eine Vielzahl von Themen für alle Wirtschaftssektoren. So ist auch der soziale Dialog im Hotel- und Gaststättengewerbe hoch entwickelt, auch wenn es keine offiziellen sektoralen Einrichtungen gibt. Die DEHOGA fordert eine Liberalisierung des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG), damit junge Arbeitnehmer unter 18 Jahren bis 23 Uhr (derzeit gesetzliche Grenze: 22 Uhr) arbeiten können. Die gesetzliche Arbeitszeitbegrenzung pro Schicht sollte von 11 auf 12 Stunden verlängert werden. Diese Forderungen wurden von der NGG zurückgewiesen. Lange Arbeitszeiten, unbezahlte Überstunden und mangelnde Ausbildung gehören zu den häufigsten Beschwerden unter jungen Arbeitnehmern in der Branche. Die NGG sieht in den harten Arbeitsbedingungen eine der Hauptursachen für die große Zahl junger Arbeitnehmer, die ihre Lehre aufgeben und die Branche verlassen.

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